| Dienstag, 31. März 2009 um 22:11 Uhr |
Märkische Allgemeine Zeitung 03.05.2010Kulta-Festival auf dem Funkerberg mit Bewährtem und Neuem In der letzten Juniwoche wird der Funkerberg in Königs Wusterhausen wieder zum kulturellen Zentrum der Stadt – bei den Kulturtagen, kurz Kulta genannt. Mit Björn-Constantin Klenke und Ludwig Scheetz sprach Frank Pawlowski.
MAZ: Die Kulta-Premiere im vorigen Jahr war ein Experiment, das offenbar gelungen ist – sonst hätte es in diesem Jahr die Neuauflage nicht gegeben. Was wächst da heran? Björn-Constantin Klenke: Etwas Großes, hoffen wir. Die Kulturtage sollen ein Ereignis werden, auf das sich die Königs-Wusterhausener freuen. Wichtig ist, dass es organisch gedeiht und wächst.
Werden Theater und Musik diesmal wieder ein Schwerpunkt sein? Ludwig Scheetz: Ja, das hat sich sehr bewährt. Die Aufführungen und Konzerte kamen im vorigen Jahr sehr gut an beim Publikum. In diesem Jahr wird das Angebot sogar noch vielfältiger sein. Beim Freiluft-Konzert zum Abschluss der Kulturtage treten zum Beispiel mehrere Gruppen auf. Der Familientag am Auftaktwochenende ist ebenfalls gesetzt. Bleibt es bei den Veranstaltungsorten in und vor den Sendehäusern auf dem Funkerberg? Scheetz: Wir bleiben auf dem Funkerberg, die Bedingungen dort sind ideal. Steht das Programm schon? Scheetz: Zu 85 Prozent. Es wird zum Auftakt wieder einen Bandwettbewerb geben. Die acht Teilnehmer wurden gerade ausgewählt. Es gab übrigens 32 Bewerbungen, sogar aus Hessen und Bayern meldeten sich Bands. Das hat uns überrascht und zugleich gefreut, denn das zeigt uns, dass sich die Kulta schon weit herumgesprochen hat. Klenke: Auf die Theatervorstellungen der Grundschulen sind wir schon sehr gespannt. Sie werden an einem Tag das Programm gestalten. Die Grundschulen engagieren sich sehr für die Kulta, es ist großartig, wie sie das machen. Die Gymnasiastin Miriam Hantzsche liest aus ihrem Roman. Welche Neuerungen wird es geben? Scheetz: Der Filmabend ist neu im Programm. Wir zeigen eine Dokumentation über den Liedermacher Gerhard Gundermann, der vor 12 Jahren starb. Außerdem sollen Kurzfilme junger Filmemacher aus der Region gezeigt werden. Sie können uns die Filme in den nächsten Wochen zuschicken. Es ist kein Wettbewerb. Die Filmemacher sollen die Gelegenheit bekommen, sich auszutauschen. Ist die Finanzierung gesichert? Klenke: Dank der Unterstützung der Stadt Königs Wusterhausen und des Landkreises Dahme-Spreewald sowie der Spenden von Unternehmen ist die Finanzierung gesichert. Wir können deshalb für alle Veranstaltungen wieder einen freien Eintritt anbieten. Dieser Punkt ist uns sehr wichtig, denn wir wollen, dass alle die Angebote nutzen können. Kultur ist für alle da. Das ist ein wichtiges Anliegen der Kulturtage. Unterstützt Eric Fish von der Band Subway to Sally wie im Vorjahr die Kulta? Scheetz: Er hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. Außerdem tritt er bei einem Liedermacher-Festival während der Kulta selbst auf. Er unterstützt uns wirklich sehr. Selbst jetzt, wo er mit seiner Band auf Deutschland-Tournee ist, erkundigt er sich regelmäßig per Mail nach dem Stand der Dinge. Er hat übrigens dafür gesorgt, dass einige hochkarätige Musiker bei den Konzerten dabei sein werden. Wer das ist, verraten wir aber noch nicht. Klenke: Diese Unterstützung hat auch deshalb einen hohen Wert, weil wir mit der Kulta genau das erreichen wollen: dass Leute aus der Region für die Menschen aus der Region etwas auf die Beine stellen – auf der Bühne und dahinter. Der Förderverein des Sendermuseums unterstützt uns ebenfalls. Mit ihm zusammen machen wir diesmal ein Kulta-Radio, das live von allen Veranstaltungen berichten wird. Werden noch Freiwillige gebraucht, die während der Veranstaltungen ehrenamtlich helfen? Klenke: Auf jeden Fall. Zwar haben sich schon einige Leute gemeldet, aber das reicht noch lange nicht. Wir brauchen 40 bis 50 Helfer für unterschiedlichste Aufgaben. Wir sind froh über jeden, der mit anpackt.
Quelle: Märkische Allgemeine 03.05.2010 Märkische Allgemeine Zeitung 22.02.2010Erste Programmangebote präsentiert / Pfiffige Ideen jederzeit willkommen/ Eric Fish Schirmherr
KÖNIGS WUSTERHAUSEN - Nach dem großen Erfolg der Kulturtage im Sommer 2009 wird der Funkerberg in diesem Jahr erneut zur großen Bühne für Kulturfreunde: Vom 26. Juni bis 3. Juli laden der Verein Stubenrausch, die Stadt Königs Wusterhausen sowie namhafte Künstler zur „Kulta 2010“ ein. Am Samstag gab es dazu vor Unternehmern, Schulen und Politikern die Kick-off-Veranstaltung im Senderhaus 3, die bereits einen kleinen Eindruck vom abwechslungsreichen Programm gab. Unter dem Motto „Miteinander Kultur erleben“ können nicht nur junge Leute kurz vor den Sommerferien acht Tage lang Musik, Theater und Literatur in und zwischen den ehemaligen Senderhäusern erleben. Als Schirmherr wirkt der Musiker Eric Fish von der Gruppe „Subway to Sally“. „Seit rund 20 Jahren liegt mir die Entwicklung der Stadt und der Region am Herzen. Ich habe schon viele Versuche, hier ein attraktives Kulturleben zu etablieren, scheitern gesehen. Mit dem Verein Stubenrauch habe ich erstmals das Gefühl, dass es gelingen könnte“, sagt der Musiker. Inzwischen engagieren sich rund 30 junge Leute im 2007 gegründeten Verein Stubenrausch. „Das sind Leute mit tollen Ideen“, schwärmt Fish. Und der Funkerberg berge dazu das passende Potential. Im Senderhaus 3 könnte die Kleinkunst ein Domizil bekommen. Das Haus 2 eigne sich bestens als Stadthalle, und das Museum im Senderhaus 1 sei die richtige Kulisse für Theateraufführungen. Die Veranstaltungen der Kulta 2010 sollen all diese Vorzüge einem breiten Publikum verdeutlichen. Den Auftakt bildet ein Band-Wettbewerb, ehe zum Kulta-Bergfest bei einem Open-Air-Liederfestival Eric Fish & Freunde sowie IC Falkenberg auftreten. Aber auch einen Freiluft-Kino-Tag wird es geben. Und weil die Kulta 2010 mitten in die Zeit der Fußballweltmeisterschaft fällt, wollen die Veranstalter auf dem Funkerberg auch einen der begehrten Public-Viewing-Points einrichten. „Unser Ziel ist es, Kultur für jeden möglich zu machen und diese miteinander zu erleben. Der Funkerberg wird dabei zur Plattform“, sagte Laura Trölenberg. Und Schirmherr Fish ergänzte: „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein Event mit großer Strahlkraft entstehen“. Das ist wörtlich zu nehmen, denn auch der Förderverein „Sender Königs Wusterhausen“ und Funkamateure sind diesmal mit im Boot. Sie wollen mit dem Projekt „Welle 370“ von der Kulturwoche live berichten und den Gedanken Rundfunkstadt weit in das Land tragen. Dazu wird auch der Sendemast 17 erstrahlen. Am Samstag gab es dazu bereits einen Testlauf. „Das letzte Wort über die Illuminierung ist noch nicht gesprochen“, so Vereinsvorsitzender Ludwig Scheetz. Vieles werde noch diskutiert. Weitere Akteure, Schulen und Klubs könnten noch ihre Gedanken einbringen. Vorschläge unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . (usch)
Quelle: Märkische Allgemeine 22.2.2010
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